Drucken

Aus dem Jahre 1792 berichtete Pfarrer Lilie: „Auf meine Vorstellung entschloss sich der Hl. Kirchenpa­tron Domherr W. Ph. Fr. von Münchhausen, das hiesige höchst schadhafte Turmdach abnehmen und ganz neu bauen zu lassen. Am 14. Mai ward es gerichtet von dem Zimmermeister Arppach aus Leitzkau und darauf mit einem Doppeldach von Borgischen Ziegeln sehr dauerhaft belegt“ / 74 /.

Die Nedlitzer Kirche war lange Zeit von einer etwa 1,20m hohen Bruchsteinmauer mit gemauerten Ein­gangs­pforten umgeben. In ihrem Inneren befand sich der Kirchhof, der im Wesentlichen als Begräbnis­stätte diente. Die Instandhaltung dieser Einfriedung des Kirchplatzes bereitete offenbar ständige Pro­ble­me und wurde in den Folgejahren immer häufiger zum Kritikpunkt. Im Februar 1835 wurde über eine Wiederherstellung der Nedlitzer Kirchhofsmauern und – pforten berichtet /122/. Nach dem Visitations­protokoll vom 15.12.1850 /113/ muss ihr Zustand zu diesem Zeitpunkt zufrieden stellend gewesen sein.

Im Oktober 1873 wurde ein Friedhofsabschnitt auf dem Kirchhof zu Nedlitz eingeweiht, den man als „neu­er Kirchhof“ bezeichnete. Die ersten Gräber dienten zur Aufnahme der Toten, die an der Brechruhr ver­stor­ben waren, so z.B.

  1. Grab für Gottfried Köppe 33 Jahre,
  2. Grab für Johanna Köppe und Johann Köppe, beide 66 Jahre,
  3. Grab Sophia Hehse 30 Jahre,
  4. Grab für Maria Köppe 1 Jahr,
  5. Grab für Johanna Baumann 20 Jahre,
  6. Grab für Friedrich Westermann 16 Jahre /114/

Im Visitationsprotokoll vom 07.06.1875 wurden folgende zwei Gemälde in der Nedlitzer Kirche aufgeführt /118/: „Auf dem Altar ist ein altes Renaissance Gemälde in drei Abteilungen: Heiliges Abendmahl, Kreu­zi­gung und Grablegung, Bild 5.8 Über der südlichen Tür ist das Bild des Schlangentreters mit der Inschrift – Alctigat accensam divini numinis iram Post varios casus Jesus de morte Resurgens – angebracht.